Der Namensgeber

Geboren wurde Admiral Lütjens am 25. Mai 1889 in Wiesbaden.

Im Jahre 1907 trat er in die kaiserliche Marine ein.

Nach seiner Ausbildung zum Offizier wurde er im 1. Weltkrieg mehrmalig Kommandant von Torpedobooten, Führer einer Torpedoboothalbflottille sowie mit dem “Hohenzollern-Hausorden mit Schwertern” ausgezeichnet.


Admiral
Günther Lütjens


Von 1918 -1939 folgten weitere Dienstposten.

Während des 2.Weltkriegs stieg er bis zum Flottenchef auf und wurde wegen herausragender Pflichterfüllung mit dem “Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz” ausgezeichnet. Einer seiner Größten Erfolge war der Durchbruch der Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau von der Nordsee in den offenen Atlantik (Unternehmen “Berlin” / 115000 BRT).

Am 18.Mai 1941 liefen der Schwere Kreuzer Prinz Eugen und das Schlachtschiff Bismarck zum Unternehmen “Rheinübung” unter der Führung von Admiral Lütjens in Richtung offener Atlantik aus.

Am 23.Mai wurden die Schiffe in der Dänemarkstraße (Meerenge zwischen Grönland und Island) von den englischen Schiffen Norfolk und Suffolk entdeckt.

Um 20:30 Uhr feuerte die Bismarck fünf Salven auf den Schweren Kreuzer Norfolk der sich nach dieser Attacke dem Folgegeschehen entzog.

Am 24.Mai kam es dann zum zehnminütigen Seegefecht zwischen den beiden deutschen Kampfschiffen und den Schlachtschiffen Hood und Prince of Wales aus dem die Deutschen als Sieger hervorgingen.
Die Hood ging nach einer schweren Explosion aufgrund eines (Zufalls-)Treffer in die ungenügend gepanzerten Munitionskammern innerhalb von sechs Minuten unter.
Dabei überleben von 1400 Besatzungsnagehörigen nur drei.

Auch die Prince of Wales wurde schwer getroffen, konnte sich aber dem Kampf entziehen.

Die Engländer erzielten bei der Bismarck drei Treffer.
Um diese zu beheben lief die Bismarck in Richtung Frankreich. Die Prinz Eugen wurde zum selbstständigen Handelskrieg entlassen, welches sich später als schwerwiegender Fehler herausstellte.
Die Royal Navy setzt alles verfügbare ein, um das Schlachtschiff zu finden. 

Am 26. Mai wurde das Schiff durch Swordfish -Flugzeuge des Flugzeugträgers Ark Royal entdeckt und durch Torpedos an der Rudermaschine getroffen.
Funkspruch von Lütjens an das Flottenkommando:
“... Schiff manövrierunfähig. Wir kämpfen bis zur letzten Granate...”.

Nach vielen kleinen Attacken folgte am 27.Mai der Angriff der Schlachtschiffe King George und Rodney. Bereits die erste Salve schlug auf der Admiralsbrücke ein. Dabei wurde Admiral Lütjens tödlich getroffen. Noch während des Gefechts verlieh man ihm das “Ritterkreuz zum Eisernen Kreuze”.

Der Todeskampf der Bismarck dauerte ca. sechs Stunden. Dabei verloren 1940 Mann ihr Leben; nur 106 überlebten das Inferno.

Spätere Untersuchungen ergaben, daß die Treffer der britischen Torpedos jedoch nicht zum Untergang geführt haben konnten. 

Es ist vielmehr erwiesen, daß die Bismarck, angesichts ihrer ausweglosen Lage, von ihrer Besatzung selbst versenkt wurde.